Scrivener

Zusammenfassung

symbol_writingScrivener ist ein vielseitiges und mächtiges Schreibprogramm für MacOS und Windows.

Es ist ressourcenschonend und erleichtert das Schreiben von fiktionalen Texten oder wissenschaftlichen Arbeiten erheblich.

Meiner Meinung nach ist es die knapp 40 Euro in jedem Fall wert. 😍

Hintergrund

Seit einigen Monaten verfolge ich die Audioserie I Should Be Writing („a podcast for wanna-be fiction writers“) von Mur Lafferty und kann diese nur jedem empfehlen, der sich mit dem Schreiben von fiktionalen Texten auseinandersetzt und vorhat, die Arbeiten über einen Agenten und folglich über einen Verlag (professionell) zu veröffentlichen.

In dieser Audioserie empfehlen mehrere andere Autoren, Zuhörer und schließlich Mur Lafferty selbst das Schreibprogramm Scrivener, daher habe ich das Programm im Internetz gesucht und natürlich auch gefunden.

Das erste, was mich wirklich tief und angenehm beeindruckt hat, war die Testperiode von 30 Tagen. Das sind nicht die üblichen 30 Kalendertage, wie man es von den meisten anderen Testversionen kennt, sondern unabhängige Tage. Das heißt: Wenn man das Programm nur an zwei Tagen jeder Woche öffnet, kann man es ganze 15 Wochen uneingeschränkt benutzen.

Das Programm habe ich vielleicht gerade mal eine halbe Stunde benutzt, bevor ich meine Kreditkarte gezückt habe und es dann tatsächlich auch gekauft habe. Es ist einfach und intuitiv zu bedienen, es ermöglicht auch das Schreiben von wissenschaftlichen Texten und erleichtert das Arbeiten immens.

 

Vorteile

Abgesehen davon, daß Scrivener (verglichen mit Open Office oder MS Office) wenig Platz auf der Festplatte und wenig Arbeitsspeicher benötigt, hat es außerdem viele weitere Vorteile. So zum Beispiel einen Namensgenerator, der ethnologisch oder geographisch sortierte Vor- und Nachnamen anbietet.

Was mich jedoch wirklich überzeugt hat, daß es das Geld wert ist, sind die vielseitige Organisationsmöglichkeiten. So kann man auf einer virtuellen Pinwand zahlreiche Ordner, Karteikarten und Texte ablegen, man kann sie farblich markieren, um sie leichter voneinander unterscheiden zu können. Diese Ordner, Karteikarten und Texte können in ihrer Reihenfolge frei sortiert oder ineinander geschoben oder verwandelt werden.

Wenn ich zum Beispiel ein Kapitel schreibe und mir nicht sicher bin, wie ich es in der Reihenfolge erzählen möchte, unterteile ich das Kapitel in mehrere Szenen, die ich dann auf der virtuellen Pinwand eines Ordners nach Gutdünken verschieben kann. Wenn ich damit zufrieden bin, kann ich die Szenen dann mit einem Tastendruck wieder miteinander verschmelzen.

Wenn ich eine Geschichte ausarbeiten möchte, dann nehme ich die virtuellen Karteikarten, schreibe einen Titel drauf, in das Feld unter dem Titel kann ich Notizen und Beschreibungen eintragen, und so Stück für Stück Meilensteine und Wegpunkte der Geschichte (oder auch eines Sachtextes) erarbeiten. Sobald ich damit zufrieden bin, mache ich aus den Karteikarten Texte oder Ordner für weitere Karteikarten und Texte und kann von dort aus weiterarbeiten und erweitern.

Nicht zu verachten ist die Möglichkeit, für jedes Schreibprojekt ein weiteres internes „Recherchekapitel“ zu öffnen, wo man auf Internetzseiten, .pdf-Dokumente, Bilder, Filme und anderes verweisen kann. So kann man für jedes Schreibprojekt innerhalb desselben eine eigene Quellendatenbank erstellen, um unnötiges Suchen zu vermeiden.

Ebenfalls sehr angenehm ist die Möglichkeit, etwaige Dokumente direkt als .ePub-Datei zu exportieren. Würde ich das (wie früher) mit Open Office versuchen, müßte ich den Text erst als .html-Datei exportieren und anschließend mit Sigil konvertieren.

 

Fazit

Ursprünglich konnte ich mir nicht vorstellen, daß das Programm Scrivener mir mehr Funktionalität und einen leichteren Arbeitsfluß bieten konnte als zum Beispiel Open Office, aber meine Meinung wurde innerhalb kurzer Zeit (siehe oben) nachhaltig geändert.

Das investierte Geld betrachte ich als vortrefflich angelegt. Anderen Autoren empfehle ich, sich das Programm anzuschauen und selbst zu urteilen, ich jedoch bin restlos begeistert. 😍

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  1. Pingback: N. R. Wick: Beautiful eBooks with Scrivener | remerians weblog

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