Troy Denning: The Obsidian Oracle

Zusammenfassung

symbol_booksdenning - prism pendat 4 (mini)Dies ist Teil 4 der Prism Pendat-Reihe, in der eine Gruppe von Sklaven Tyr von dem Hexerkönig Kalak befreien und danach trachten, Athas von dem Drachen zu befreien. Im vierten Teil – The Obsidian Oracle – jagen der Adlige Agis und der neue König von Tyr namens Tithian dem Obsidianorakel nach, das sie benötigen, um den Drachen zu bekämpfen.
Es verwundert vermutlich niemanden, daß Tithian dabei einem eigenen Plan folgt, der in erster Linie ihm selbst dient. Die Spur führt die beiden in den riesigen Staubsee, der östlich der Tafellande liegt und dessen Inseln von wenig gastfreundlichen Riesen bevölkert ist, die nicht bereit sind, das Obsidianorakel herauszurücken.

Der vierte Teil fügt sich nahtlos in die bisherige Reihe ein und erweitert Athas geologisch & demographisch und erzählt  die Geschichte der letzten Teile weiter. Meiner Meinung nach gewinnt die Serie mit jedem Teil an Qualität und Lektürewert.
Dennoch gilt auch hier, daß The Obsidian Oracle eine nette Phantastikschmonzette ist, die man nicht unbedingt gelesen haben muß. Besonders nicht, wenn man Dark Sun nichts oder nur recht wenig abgewinnen kann.

3 von 5 Sternen

3 von 5 Sternen

Hintergrund

Über den Hintergrund von Troy Denning und Dark Sun habe ich schon in einer älteren Rezension geschrieben.

 

Inhalt

The Obsidian Oracle beginnt mit dem Überfall einer Sklavenjägerbande auf das Zwergendorf Kled. Es stellt sich heraus, daß der neue König Tyrs namens Tithian Menschen und andere Humanoide aus den umliegenden Dörfern gefangennehmen läßt, um sie dem Drachen von Athas zu opfern. Neeva, die zu den Sklaven gehörte, die Tyr von dem wahnsinnigen Hexerkönig Kalak befreiten, kommt Tithian auf die Schliche und verspricht ihm Rache.

Agis von Asticles befindet sich derweil auf dem Weg nach Balic, um das Obsidianorakel zu finden, das die Helden von Tyr dringend benötigen, um den Drachen zu besiegen. Agis’ langjähriger Freund und Kontrahent Tithian versucht dies zu verhindern und reist ihm schließlich nach, während Agis sich gegen den Hexerkönig von Balic und seine Schergen behaupten muß.

Die Jagd nach der Linse (auch bekannt als das Obsidian Oracle) führt Agis plus Anhang und notgedrungen auch Tithian in den Staubsee, der von wenig gastfreundlichen Riesen bewohnt und bewacht wird. Die zwei vorherrschenden Stämme der Riesen befinden sich im Krieg miteinander und sind nur wenig geneigt, ihr ihnen heiliges Orakel „auszuleihen.” Die Gruppe gerät zwischen die Fronten und kämpft nun nicht nur um die Linse, sondern auch um das eigene Überleben.

 

Stärken

Während die Vorgänger schon für ihre Verhältnisse recht brauchbar waren, ist dieser Teil ein Sammelsurium an abwegigen Ideen und Überraschungen. Da macht das „Entdecken” und „Erforschen” von Athas gleich viel mehr Spaß. 😊

Im Gegensatz zum Vorgänger geht der Autor wesentlich weniger zimperlich mit seinen Protagonisten um und spielt ihnen auch keine sogenannten MacGuffins wie im letzten Teil zu. Das erhöht nicht unwesentlich die Spannung, finde ich.

 

Schwächen

Wie viele andere Phantastikgeschichten bietet auch diese nicht mehr als Unterhaltung; es gibt keine Offenbarungen oder Erkenntnisse, die man auch ins richtige Leben übertragen könnte.

 

Fazit

Zunächst einmal: Wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, braucht man dieses Buch nicht anfassen. Außerdem ist es eine verzichtbare Phantastikschmonzette. Netter Zeitvertreib in einer eher ungewöhnlichen Phantastikwelt, mehr aber auch nicht.

Hat man dem eigenen Kopf die ersten drei Teile schon eingeflößt, kann man ruhigen Gewissens weiterlesen, wie eingangs schon erwähnt wird die Handlung besser und Athas wird skurriler.
Für Freunde Dark Suns rechtfertigt dieser Teil definitiv das Lesen der drei Vorgänger.

 

Daten

Denning, Troy: The Obsidian Oracle
©1993 TSR, Inc.
©2009, 2011 Wizards of the Coast LLC
geschätzt 352 Seiten, e-Buch
eISBN: 978-0-7869-6118-4

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