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Pressfield: Nobody wants to read your Sh*t

symbol_bookssymbol_writingpressfield - nobody wants to read your sh_t (mini)Heute hat Steven Pressfield sein neues Sachbuch – Nobody wants to read your Sh*t („Niemand will deinen Sch… lesen”) – angekündigt und dem angemeldeten Leserkreis seines Blogs kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Buch ist die inoffizielle Fortsetzung von The War of Art („Der Krieg der Kunst”) und richtet sich im Speziellen an Autoren, im Allgemeinen an Künstler und alle, die etwas bewirken, verändern oder schaffen wollen.

steve-pressfield-3Steven Pressfield ist ein amerikanischer Autor von Sachbüchern, Romanen und Drehbüchern. Er beschäftigt sich auch auf der Metaebene mit dem generellen kreativen Schaffen, insbesondere mit dem Schreiben und damit einhergehend auch mit Widerständen und Selbstsabotage. Er teilt seine Erfahrungen und Erkenntnisse bereitwillig und weiß diese unterhaltsam, pointiert und leichtverständlich zu vermitteln.

Die kommenden Tage sollte das Buch über seinen Verlag Black Irish Books verfügbar sein.
Bei Gelegenheit werde ich (selbstverständlich) eine Rezension dazu schreiben.

Vincent – Self-Made Man

Zusammenfassung

vincent - self-made man (mini)symbol_books symbol_psychologyNorah Vincent ist der Behauptung, daß weiße, heterosexuelle Männer ein deutlich leichteres, weil privilegienreiches Leben führen, nachgegangen und hat 1,5 Jahre als Mann unter Männern gelebt, hat wie sie gearbeitet, Freunde gesucht und versucht, eine Partnerin zu finden. Sie hat zeitweise in einem Kloster unter Mönchen gelebt und an einer Männerselbsthilfegruppe teilgenommen.

Das Buch ist augenöffnend, informativ und unterhaltsam (soweit das Thema dies zulassen kann). Einerseits ist es tröstlich, daß eine homosexuelle Feministin konstatiert, daß das oft vorgeworfene Privileg des weißen Mannes ein Mythos ist, andererseits ist es bedauerlich, daß diese Erfahrung und das Fazit Norah Vincents so wenigen Personen bekannt ist.

Ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

5 von 5 Sternen

5 von 5 Sternen

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Time: Going Commando

Zusammenfassung

symbol_bookstime - going commando (mini)In der amüsant aufbereiteten biographischen Erzählung Going Commando schildert der Brite Mark Time, wie er sich als Jugendlicher in einem Anfall aus Naivität & Ignoranz dafür entschieden hatte, dem Militär beizutreten und ein Royal Marines Commando zu werden. Als schwächlicher Rekrut mit viel zu wenig Körpergewicht kämpfte er sich durch die Ausbildung und glänzte immer wieder mit Unwissen & Unvermögen.

Going Commando ist weder Catch-22 (Joseph Heller) noch Ham on Rye (Charles Bukowski), aber ich vermute, das war auch nicht die Intention des Autors. Dennoch erinnert diese autobiographische Erzählung auf eine erfreuliche Art an diese Werke, mischt jugendlichen Leichtsinn, absurde Situationen und zwischenmenschliche Abgründe.
Alles in Allem durchaus lesenswert, insbesondere weil es nicht wie viele andere Soldatenmemoiren vor Chauvinismus und Selbstverherrlichung strotzt, aber es ist vermutlich auch nicht weiter tragisch, wenn man an Going Commando vorbeigeht.

5 von 5 Sternen

5 von 5 Sternen

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Writing Habit Mastery

Zusammenfassung

symbol_booksscott - writing habit mastery (mini)Writing Habit Mastery ist ein weiteres Sachbuch für (angehende) Schreiberlinge, das sich mit den Problematiken des regelmäßigen und produktiven Schreibens geschäftigt, die einem mit großer Wahrscheinlichkeit begegnen. Laut S. J. Scott basiert eine ergebnisorientierte, wenn nicht gar erfolgreiche schriftstellerische Karriere darauf, daß man das Schreiben zu einer täglichen Gewohnheit macht. In Writing Habit Mastery führt Scott etliche Hürden und Problemlösungsansätze auf und bietet einige Möglichkeiten an, sich die gewünschten Gewohnheiten anzueignen.

symbol_writingWriting Habit Mastery läßt sich recht flott durchlesen und ist interessant, die aufgeführten Hilfestellungen machen großteils einen brauchbaren Eindruck und ich kann die Lektüre (am Schreiben) interessierten Lesern, die das Schreiben zum Bestandteil ihres täglichen Lebens machen wollen, nur empfehlen.

4 von 5 Sternen

4 von 5 Sternen

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Rillox: Schneller besser schreiben, egal was

Zusammenfassung

symbol_booksrillox - schneller besser schreiben (mini)Das Sachbuch Schneller besser schreiben, egal was umschreibt mit dem Titel im Grunde genommen schon, was die Prämisse von Ann-Kathrin Rillox ist. Rillox stellt mehrere Flaschenhälse und Stolpersteine vor, die der Kreation von Texten im Weg stehen können und bietet etliche Lösungsansätze an, wie man diese umgeht oder meistert.

symbol_writingDas Buch ist eine nette, wenn auch verzichtbare Erweiterung meiner kleinen „Privatbibliothek” im Bereich „über das Schreiben.” Es ist zwar interessant zu lesen und die Autorin spricht auch ein paar relevante Themen an, aber ich habe nichts Neues finden können, was mir das Schreiben erleichtert oder bereichert, was ich nicht woanders schon gelesen habe, insofern war das für mich eine Fehlinvestition, muß es aber nicht für Sie sein.
Der Titel ist insoweit irreführend, daß die Autorin zwar zahlreiche Vorschläge für schnelleres und effizienteres Schreiben macht, jedoch das gemachte Versprechen eines verbesserten Schreibens nicht einhält.

3 von 5 Sternen

3 von 5 Sternen

Duhigg: The Power of Habit

Zusammenfassung

symbol_booksDduhigg - power of habits (mini)as Sachbuch The Power of Habit von Charles Duhigg beschäftigt sich mit der Funktionsweise von Gewohnheiten und mit deren Gefahren und Chancen.
Ausführlich demonstriert Duhigg, daß diese Funktionsweise stets dieselbe ist und zeigt, wo & wie man ansetzen kann & sollte, um Gewohnheiten zu ändern.

symbol_psychologyMit den zahlreichen Anekdoten aus dem Sport, aus Unternehmen, aus dem Werbewesen und aus dem Privatleben etlicher Personen ist das Sachbuch ebenso verständlich wie fundiert und unterhaltsam. Mit den Ergebnissen etlicher psychologischer Studien und den entsprechenden Erklärungen dazu schafft es Duhigg, die Problematik und die Chancen verständlich und pointiert zu präsentieren.
Trotz des mitunter repetitiven Charakters ist das Buch spannend, informativ und ausgesprochen lesenswert.

5 von 5 Sternen

5 von 5 Sternen

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Pressfield: The Warrior Ethos

Zusammenfassung

pressfield - the warrior ethos (mini)symbol_booksThe Warrior Ethos ist eine Mischung aus Selbsthilfebuch, Philosophie und (hauptsächlich eine) Anleitung zur charakterlichen Integrität; unterstützt werden die Ausführungen mit Aphorismen und Anekdoten verschiedener Kriegerkulturen, allen voran den Spartanern des antiken Griechenlands oder auch Alexander des Großen.
Der Umfang dieser Lese fällt recht knapp aus, was einerseits unnötiges Füllmaterial ausschließt, andererseits aber auch flott durchgelesen ist. Dennoch wird der Einklang zwischen dem Kriegerethos und der charakterlichen Integrität ebenso aussagekräftig & aufschlußreich präsentiert wie die unfreiwillige Verballhornung des Kriegerethos innerhalb krimineller Gruppen und Organisationen.
The Warrior Ethos ist unter dem Strich eine ansprechende Lektüre mit einigen bemerkenswerten Denkanstößen und Hypothesen, allerdings ist der Verlust auch nicht übermäßig groß, wenn man an dem Buch vorbeigeht.
Oder anders formuliert: Lesenswert, aber keine Pflichtlektüre.

4 von 5 Sternen

4 von 5 Sternen

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Haller: Die Narzißmusfalle

Zusammenfassung

symbol_booksSU_Haller_DieNarzissmusfalle_Text.inddMit Sicherheit gibt es Menschen in Ihrer Umgebung, die sich entweder mit ihrem Verhalten unangenehm spreizen oder anderweitig recht schwierig im Umgang sind. Oder es ist eine Person, über die Sie sich regelmäßig aufregen, weil sie sich benimmt wie die Axt im Walde und es ebenso an gutem Benehmen wie auch an Rücksichtnahme mangeln läßt.
symbol_psychologyDie Chancen stehen nicht schlecht, daß Sie es mit einem Narzißten zu tun haben. Narzißmus ist eine unerfreuliche Charaktereigenschaft, die sich zu einer ausgewachsenen Persönlichkeitsstörung entwickeln kann, die leider nicht nur der Person selbst, sondern auch den Mitmenschen (Sie eingeschlossen) das Leben schwermacht.

In dem Sachbuch Die Narzißmusfalle geht Reinhard Haller detailliert auf das Phänomen, die Begleitumstände, die Warnzeichen und die Auswirkungen ein, was dem geneigten Leser hilft, Problemmenschen zu identifizieren und unter Umständen angemessen zu behandeln oder zu meiden.
Das Buch kann augenöffnend sein und kann das eigene Leben nachhaltig zum Besseren hin beeinflussen, ohne jedoch den Leser mit nutzlosen Augenwischereien wie „Hühnersuppen für die Seele” zu belästigen. Haller bleibt sachlich, hat den Stoff allerdings leichtverdaulich und -verständlich aufbereitet.

5 von 5 Sternen

5 von 5 Sternen

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Brahm: Der Elefant, der das Glück vergaß

brahm - der elefant, der (mini)„Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden”

symbol_booksDa ich generell eine gewisse Empfänglichkeit und ein Grundinteresse für Buddhismus habe, lieh ich mir das Buch Der Elefant, der das Glück vergaß von Ajahn Brahm aus und begann die letzten beiden Tage, darin zu lesen. Und nach wenigen Kapiteln muß ich gestehen, daß ich das Buch auf unbestimmte Zeit zur Seite legen (oder wohl eher: zurückgeben) werde.

In der einen Fabel weist Brahm darauf hin, daß niemand sagen kann, ob Begebenheiten gut oder schlecht sind, schließlich würde man das erst im Nachhinein einschätzen können, wenn überhaupt. Oftmals entpuppen sich scheinbar schlechte Ereignisse rückblickend als sehr wünschenswert. Davon kann ich aus eigener Erfahrung die eine oder andere Arie singen. In zwei anderen Fabeln befürwortet er schlechte und unangenehme Erfahrungen, weil man durch sie wachsen (also reifen) würde. Auch da gehe ich mit. Und in einer anderen Fabel predigt er, daß man schlechte Erfahrungen aktiv vergessen und sich nur die guten bewahren soll. Wie denn nun? Schlecht kann gut sein; schlecht = gut; schlecht schnell vergessen, weil schlecht = doof? 😵
So kurzweilig und mitunter auch gefällig viele Fabeln und Kurzerzählungen sind, diese eben verdeutlichte hanebüchene, nicht auflösbare Widersprüchlichkeit der Aussagen und Ratschläge ist es, die mich das Buch hat zuklappen lassen. 😞

2 von 5 Sternen

2 von 5 Sternen

Danelo: The Return

Zusammenfassung

danelo - the return (mini)symbol_booksThe Return ist ein Sachbuch von David J. Danelo und beschäftigt sich lösungsorientiert mit den Problemen, die Soldaten haben können, wenn sie sich nach einem  Kriegseinsatz wieder in das zivile Leben einfinden sollen. symbol_psychologyDas beinhaltet nicht nur posttraumatische Belastungsstörungen, sondern auch die Schwierigkeit, mit Alltagssituationen und den unbedarften Mitmenschen angemessen umzugehen. Danelo geht auf die fehlende Zielsetzung, auf das Feindvakuum und die notwendige Sinnfindung ein, erklärt die Ursachen und auch das Prinzip des Phänomens, das er als Exil bezeichnet.
Darüber hinaus bietet Danelo Anekdoten aus seinem eigenen Leben und aus dem Leben anderer Kriegsveteranen, welche Hürden ihnen begegneten und und wie sie diese überwandten. Sein Fazit ist, daß Kriegsveteranen sich keineswegs in eine Opferrolle einfinden sollten, sondern daß sie ihre Erfahrungen und ihre Traumata als Stärken verstehen und einsetzen können & sollten. Daß ein erfolgreiches Leben in der geordneten zivilen Welt nicht unmöglich ist.

Das Buch ist recht kurz, der Schreibstil ist leichtverständlich und viele der Denkanregungen sind mir schon in anderen empfehlenswerten Büchern oder Ausgaben des Magazins Psychologie Heute begegnet. Obwohl The Return in erster Linie für Kriegsveteranten geschrieben wurde, können auch andere Menschen von der Lektüre profitieren, wenn sie den entsprechenden Transfer machen; das schließt Künstler, junge Mütter und Studenten ein, die ihr (Magnum) Opus abgelegt haben und sich nicht sicher sind, wie es anschließend weitergehen soll.

5 von 5 Sternen

5 von 5 Sternen

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