Die Geschichte „Nolan Ward“

Hintergrund

symbol_writingSeit geraumer Zeit schreibe ich schon an einer Detektivgeschichte, die im Jahr 1926 in den Vereinigten Staaten von Amerika spielt. Und da das Schreiben für mich sowohl eine Reise als auch ein Wachsen und Reifen ist, versuche ich „nebenbei“ besser zu werden und lese mich in die einen oder anderen Sachbücher ein, von denen verschiedene Autoren und Rezensenten meinen, daß sie hilfreich wären.

Ebenso befasse ich mich in meiner freien Zeit noch mit vertonten Sachbüchern und Blogs, die sich ebenfalls um das Schaffen und Schreiben drehen. In einem dieser sogenannten Podcasts wurde ich auf einen Autor aufmerksam gemacht, von dem ich mir dann auch ein e-Buch kaufte und mich einlas.

 

Der Wendepunkt

Das Buch, das mir im Endeffekt eine kleine Erleuchtung bescherte, ist das Sachbuch 500 Ways to tell a better Story von Chuck Wendig (das ich im Übrigen jedem (aufstrebenden) Autor empfehlen kann). Es ist polemisch und ausgesprochen humorvoll geschrieben, von daher kommt während des Lesens gewiß keine Langeweile auf.

In einem Abschnitt beschäftigt sich der Autor mit der Problematik langweiliger, trivialer Geschichten, die leise vor sich hinplätschern.

Und da wurde mir etwas bewußt: meine Geschichte umfaßt mittlerweile über 120.000 Wörter und beträgt damit schon Romanlänge und ich komme jetzt erst zum Hauptteil der Geschichte. Die meisten handelsüblichen Romane haben 80 k bis 120 k Wörter, daneben würde meine Geschichte, wenn ich sie so weiterschriebe, wie ein unverhältnismäßig großes (und häßliches) Monstrum aussehen.

Als wäre das noch nicht genug, wurde mir dank des Sachbuchs von Chuck Wendig klar, daß die Geschichte langweilig und langatmig ist, daß ich viel zu viele Nebenschauplätze und Nebencharaktere habe, die nicht nur von der eigentlichen Geschichte ablenken, sondern auch noch deutlich überflüssig sind.

Doch damit nicht genug, denn selbst wenn ich die Randhandlungen aussortiere und straffe, habe ich immer noch eine Geschichte, die nicht mitreißt und begeistert. So hart es auch klingt: sie ist uninteressant und kaum jemand würde wissen wollen, wie es ausgeht: bevor die Geschichte richtig in Fahrt kommt, sind derzeit knapp 200 Seiten zu lesen und nun fragen Sie sich bitte ganz aufrichtig, wie lange Sie ein Buch lesen würden, bevor Sie es beiseite legen, weil einfach nichts passiert?

Sicher, es passiert was, aber nichts, was die Neugier weckt, was Spannung aufkommen läßt, wo man mitfiebert und mitfiebern möchte. Wer möchte schon detailliert lesen, wie man Kaffee kocht oder raucht oder Schnürsenkel bindet?

Eben.

Wie geht es weiter?

Zunächst einmal werde ich die Geschichte fertigschreiben, denn wenn ich jetzt anfange, den bisherigen Text zu überarbeiten, dann werde ich nie ein Ende sehen. Ferner nehme ich die bisherigen Kapitelchen vom Netz.

Wenn Sie sich für spannende, rasante und äußerst unterhaltsame Detektivgeschichten mit einer großen Portion Magie und übernatürlichen Kreaturen begeistern könnten, dann empfehle ich Ihnen die Serie The Dresden Files von Jim Butcher.

Und wenn Magie und Monster nicht so ganz Ihr Fall sind, dann können Sie sich immer noch The Maltese Falcon von Dashiell Hammett oder Pulp von Bukowski anschauen, die sind beide meiner Meinung nach ebenfalls lesenswert.

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