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Vorstellung eines Produkts (Buch, Musik, Film, sonstiges)

Hamilton: How to Deal with Adversity

Zusammenfassung

How to Deal with Adversity ist ein weiteres Sachbuch aus der School of Life, das sich mit einer Problematik der menschlichen Existenz beschäftigt. In diesem Fall ist geht es um Widrigkeiten und wie man ihnen begegnen & mit ihnen umgehen kann.
Hamilton legt den Hauptaugenmerk auf die vermutlich 4 grundlegenden & universellen Problemquellen der meisten Menschen ein, namentlich Familie, Liebe, Gesundheit & der Tod.

HtdwA ist, wie die anderen Bücher aus der Reihe der School of Life auch, angenehm zu lesen, interessant und bietet viele fruchtbare Denkanstöße & Sichtweisen. Selbstverständlich kann der Autor (leider?) keine allgemeingültigen Lösungsansätze für die Probleme bieten, was aber auch in der Natur dieser Probleme liegt, dafür listet er allerdings auf, wie viele Persöhnlichkeiten von Rang & Namen damit umgegangen sind & warum ihre Erfahrungen es wert sind, daß man sich mit ihnen auseinandersetzt.
Auch dieses Buch ist hochgradig lesenswert & bietet ein Sammelsurium an interessanten & erfrischenden Ideen, die die eigenen Probleme in Relation setzen & in den meisten Fällen vereinfachen.

5 von 5 Sternen

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Young: How to Think about Exercise

Zusammenfassung

Das Sachbuch How to Think About Exercise von der School of Life beschäftigt sich auf philosophischen, psychologischen und physiologischen Ebenen mit dem Thema der körperlichen Ertüchtigung. In unserer westlichen Zivilisation werden Körper und Geist häufig als zwei unterschiedliche Entitäten betrachtet, obwohl beides untrennbar miteinander verbunden ist und deutlich voneinander abhängt.
Damon Young zeigt die Vorteile gleichzeitiger körperlicher & geistiger Ertüchtigung auf und zeigt anhand historischer Personen & Beispiele auf, daß Intelligenz und Fitneß sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern einander ergänzen & fördern.
Behuf des Buches ist, ein anderes Verständnis für Training anzubieten, und diesen erfüllt es.

Das Buch ist, wie die anderen Werke dieser Reihe von der School of Life auch, relativ dünn, angenehm zugänglich und flott gelesen. Was jedoch nicht heißt, daß es trivial oder seicht ist.
Abgesehen von einigen Passagen, die mir nicht zugesagt haben, ist es interessant und hilfreich. Obwohl ich für mich selbst nicht übermäßig viel aus dem Buch gewinnen konnte, weil ich ohnehin sportaffin bin, betrachte ich es als lesenswert und empfehle es ruhigen Gewissens weiter.

4 von 5 Sternen

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Sigler: The Rider

Zusammenfassung

Scott Siglers Novelle The Rider spielt in dem Universum und der Zeit seiner GFL-Reihe. Pete ist Anführer einer Mannschaft des Sport Dinolition, in dem kleinwüchsige Gladiatoren auf Dinosauriern gegeneinander in den Kampf reiten. Der Sport Dinolition befindet sich noch in den Kinderschuhen und die Vereine kämpfen um das finanzielle Überleben und um die Beachtung & Anerkennung der Massenmedien. Pete arbeitet mit seinen Gefährten daran, den Sport aus den obskuren Randsportarten herauszukatapultieren, Differenzen innerhalb der Mannschaft aufzulösen, Korruption zu verhindern und nicht wegen Geldnot verkauft zu werden.

Man muß die anderen Bücher der GFL-Reihe nicht gelesen haben, um diese unterhaltsame, durchaus interessante Schmonzette genießen zu können. Sicherlich hilft es, wenn die Hintergründe mancher Charaktere bekannt sind, ist aber nicht notwendig.
Die Novelle hält keine größeren Überraschungen bereit, ist aber definitiv unterhaltsam.

4 von 5 Sternen

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After Zombies: Siege at West Lake Middle School

Zusammenfassung

Das Abenteuermodul Siege at West Lake Middle School für das Rollenspiel After Zombies dreht sich um eine Gruppe von Überlebenden, die sich in einer Schule verbarrikadieren und von einer Horde Zombies belagert werden.

Das Dokument umfaßt 16 Seiten, inklusive Titelseite und Übersicht. Es finden sich Karten für die Schule, inklusive Aufschlüsselung und knappe Beschreibungen für ebendiese und für die NSC. Es gibt vier vorgefertigte Spielercharaktere, für die NSC gibt es Hinweise, wie der Spielleiter diese präsentieren und spielen kann.
Die verschiedenen Räume sind mit Zombies und Beute ausgearbeitet, was dem Spielleiter schon eine ordentliche Portion Arbeit abnimmt.

Das Abenteuermodul ist recht rudimentär und der geneigte Spielleiter kann sich den Kauf des Moduls sparen, indem er sich ein wenig Zeit nimmt und Mühe macht; es enthält keine Neuerungen. Kurzum, das Modul ist nicht schlecht, ist aber auch nichts, was einem die Hände feuchtwerden läßt, doch bei Bezahl-was-Du-willst kann man sich nicht ernsthaft über das an und für sich solide Produkt beschweren, finde ich.

3 von 5 Sternen

Alt-J: Relaxer

Zusammenfassung

Letzte Woche ist das neue Album Relaxer von der Musikgruppe Alt-J erschienen. Anders als die Vorgängerwerke ist dieses Album vergleichsweise ruhig und verhalten, verzichtet auf brummende Bässe und ohrwurmverdächtige Rockelemente.

Das Album fällt etwas aus dem Rahmen, den Alt-J sich in der Vergangenheit geschaffen hatte, ist meiner Meinung dadurch nicht unverwechselbar.  Dadurch ist es meiner Meinung nach für die Spiellänge des Tonträgers derzeit etwas zu teuer. Es ist gut, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück.

4 von 5 Sternen

 

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Imelda May: Life Love Flesh Blood

Life Love Flesh Blood ist das neue Album von Imelda May, das vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde. Während die Vorgänger vorwiegend blues-, jazz- und rockabillylastig waren, sind die Stücke dieser Scheibe ruhig, gefällig-melodisch und balladenhaft.

Auf das neue Album hatte ich geraume Zeit gewartet und mich gefreut, als dieses angekündigt wurde. Angesichts der Erwartung, die durch die Vorgängeralben entstanden war, war ich – gelinde gesagt – überrascht, daß das Album musikalisch sehr an Norah Jones’ Stücke erinnert und wie beinahe schmalzige Gefühlsduselei wirkt.
Dementsprechend kann ich mich (vorerst) mit dem Album nur schwerlich anfreunden; die Musik ist gut, aber entspricht gar nicht meinen Erwartungen, insofern finde ich die Bewertung schwierig und urteile verhalten & vorsichtig.

4 von 5 Sternen

Hoffmann: How to Be Bored

Zusammenfassung

Das Sachbuch How to Be Bored der School of Life beschäftigt sich mit dem Für und Wider des aktiven Langweilens & der Meditation. Eva Hoffmann spricht die Problematik des ewigen Beschäftigtseins, der mentalen Erschöpfung & der Konzentrationsschwäche an und zeigt Alternativen & Lösungen auf.

Wie sämtliche anderen „How to”-Bücher der School of Life behandelt auch dieses nicht nur das Titelthema, sondern zeigt auch noch andere Aspekte auf, die nur scheinbar wenig mit dem Hauptthema zu tun haben, tatsächlich aber eng damit verwoben sind.
Selbstverständlich ist auch How to Be Bored augenöffnend, interessant, unterhaltsam und hilfreich. Eine eindeutige Lektüreempfehlung.

5 von 5 Sternen

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Silvio: Special Snowflake Syndrome

Zusammenfassung

In dem Sachbuch Special Snowflake Syndrome: The unrecognized Personality Disorder destroying the World beschäftigt sich Dr. Heather Silvio mit dem gesellschaftlichen Phänomen, das seit einigen Jahren in den englischsprachigen Nationen immer öfter auftritt und sich vermutlich zu einem ernsthaften Problem für die Zukunft dieser Sozialgefüge entwickeln wird.
Die Autorin bietet mit dem Buch die Grundlage für das Definieren, Prognostizieren und eventuell auch Heilen einer neuen Persönlichkeitsstörung an.

Das Sachbuch ist recht kurz (unter 100 Seiten) und beschreibt das besondere-Schneeflocken-Syndrom, weist auf Definition, Herkunft und Merkmale hin. Anschließend prognostiziert Dr. Silvio die Konsequenzen für die Zivilisationen und zeigt schlußendlich Möglichkeiten auf, wie man sich selbst und, oder: oder andere von dem Syndrom heilen kann.

5 von 5 Sternen

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This Morn‘ Omina: Kundalini Rising

This Morn‘ Ominas aktuelles Album Kundalini Rising war sechs Jahre lang in Arbeit und ist nun nach der langen akustischen Durststrecke endlich veröffentlich worden. Die Musik hat sich stilistisch moderat verändert (oder entwickelt), es gibt zum Beispiel deutlich mehr Lyriken.

Mit dem Album tue ich mich etwas schwer. Es enthält Stücke, die ich von mittelmäßigem Techno aus den 90ern kaum unterscheiden kann; andere Stücke sind komplex & machen Freude, sind aber nicht unbedingt fürs Nebenbeihören geeignet; unter dem Strich betrachtet ist es kein Album, das leichtverdaulich und zugänglich ist.
Vorerst fällt mein Urteil daher moderat aus, da ich mir noch nicht sicher bin, ob das Album guter Durchschnitt ist oder über leicht zu übersehende, subtile Genialität verfügt. Die Zeit wird es zeigen.

3 von 5 Sternen

Wong: This Book is Full of Spiders

This Book if Full of Spiders ist die Fortsetzung des Romans John dies @ the End von David Wong und setzt die Geschichte der beiden Protagonisten fort.
Nach den episodenhaften Abenteuern und dem ebenso kafkaesken wie auch surrealen Kampf gegen die interdimensionale Entität Korrok scheint für die Helden immerhin für eine kurze Zeit so etwas wie Normalität einzukehren. Jedoch dauert es nicht übermäßig lange, bis eine bis dato unbekannte Bedrohung in Form von spinnenartigen Parasiten ihr häßliches Haupt hebt, Menschen infiziert & diese unfreiwilligen Wirte kontrolliert, um sich fortzupflanzen und zu verteidigen.

In dieser Fortsetzung kommen bedauerlicherweise deutlich weniger philosophische Ansichten und Kommentare vor, dafür ist die erzählte Geschichte wesentlich strukturierter aufgebaut (der Roman setzt sich also nicht aus zahlreichen Episoden, die in chronologisch inkorrekter Reihenfolge erzählt werden zusammen). Das geht mit fesselnder Handlung & Erzählung einher, mit ebenso absurden wie auch unterhaltsamen Beobachtungen & Gedankenspielen.
This Book is Full of Spiders ist spannend, amüsant und unterhaltsam. Man muß den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben (auch wenn es definitiv hilft), um diese sympathische Schmonzette zu genießen.

5 von 5 Sternen