Troy Denning: The Amber Enchantress

Zusammenfassung

symbol_booksdenning - prism pendat 3 (mini)Während Denning im zweiten Teil der Prism Pentad-Reihe großteils den Krieg zwischen den Stadtstaaten Urik und Tyr mit dem Augenmerk auf den Gladiatoren Rikus beschrieb, dreht sich der dritte Teil um die Magierin Sadira und ihre Suche nach einem Weg, den Drachen von Athas zu töten. So trifft sie nicht nur das erste Mal auf ihren Vater, sondern findet auch ungewöhnliche Verbündete und schafft sich neue mächtige Feinde.

Wie die anderen Bücher der Reihe ist auch diese ein angenehmer Zeitvertreib, den man aussparen kann, wenn man diesem nicht geneigt ist.

 

3 von 5 Sternen

3 von 5 Sternen

 

Hintergrund

Über den Hintergrund von Troy Denning und Dark Sun habe ich schon in einer älteren Rezension geschrieben.

 

Inhalt

Die Gruppe von Helden, die den Stadtstaat Tyr von dem wahnsinnigen (oder verzweifelten) Hexerkönig Kalak befreit hatte, ist immer noch auf der Suche nach einem Weg, wie sie dem Drachen von Athas Einhalt gebieten und ihn bestenfalls vernichten kann. Während der Gladiator Rikus die Armeen von Urik zurückschlägt geht die Magierin Sadira einer Spur nach, wie sie den Drachen loswerden können, der jährlich von jedem Stadtstaat eintausend Personen als Tribut einfordert.

Es stellt sich heraus, daß sie dazu den Ort aufsuchen muß, an dem der Drache geschaffen worden ist und daß sie einen hinreichend geldgierigen Elfenstamm benötigt, der sie zu dem geheimen und tödlichen Ort führt. Auf der Suche wird ihr klar, daß die Hexerkönige kein Interesse daran haben, den Drachen loszuwerden und die Jagd auf sie eröffnen.
Schließlich trifft Sadira auf einen Elfenstamm, der für das entsprechende Geld die gefährliche Reise auf sich nimmt und natürlich ist der Anführer des Stammes ihr eigener Vater, dem sie vorher nie begegnet ist. Nach einigen Debakeln in dem Stadtstaat Nibenay flieht die Karawane vor den Häschern Nibenays dann tatsächlich zu dem sogenannten „Turm des Ursprungs” (Pristine Tower) und läßt dort Sadira zurück.
Dort schafft sie es, das Schattenvolk als Verbündete zu gewinnen und erfährt, wie sie gemeinsam mit ihren Freunden den Drachen besiegen kann. Als sie sich auf den Rückweg macht, holen sie die Häscher Nibenays ein und stellen sie.

 

Stärken

Meiner Meinung nach ist es eine Stärke, daß die Protagonistin sich gegen den Eigentümer eines mächtigen Artefakts (das sie in Buch 1 erhielt) wehren muß und zwar die Begegnung überlebt, jedoch das Artefakt verliert. Das ist angesichts der letzten beiden Teile der Reihe eine angenehme Überraschung, da die Protagonisten bisher immer neue Werkzeuge gefunden haben, die ihnen für ihre Kämpfe und Ziele überhaupt erst eine Chance gegeben hatten.

Es ist erfrischend, daß die Elfen von Athas keine grazilen, übertrieben romantisierten Gestalten sind, die ewig leben, nur Sonnenschein im Herzen und Magie im Blut haben, die am liebsten singen, tanzen und mit Bäumen kuscheln: Die Elfen Athas’ sind kaltblütige Halsabschneider, die nicht einmal innerhalb eines Stammes übermäßig zusammenhalten.
Falls man in der Kampagnenwelt Dark Sun spielen möchte, kann die Lektüre durchaus hilfreich sein, um ein Gefühl für die Elfen zu bekommen und die Mentalität zu verstehen.

 

Schwächen

Es war wohl unvermeidlich, daß Sadira ihren Vater kennenlernen mußte, nachdem er in dem ersten Buch erwähnt worden ist. Obwohl diese Handlung eine sehr interessante Darstellung des Lebens innerhalb eines Elfenstammes ist, hätte es nicht ihr Vater sein müssen, der den Stamm anführt. Manchmal können Hintergründe angedeutet bleiben, es muß nicht alles, was in einer Geschichte erwähnt wird, auch erläutert werden, finde ich. 😒

 

Fazit

Und wieder: habe ich gerne gelesen, aber man verpaßt nichts wichtiges, wenn man an dem Buch (und der Serie) vorbeigeht. 😉

 

Daten

Denning, Troy: The Amber Enchantress
© 1992 TSR, Inc
© 2008, 2011 Wizards of the Coast LLC
geschätzt 352 Seiten, e-Buch
eISBN: 978-0-7869-6116-0

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